Englisch-Stunde
Wir waren erst vor ein paar Tagen in eine schöne neue Wohnung gezügelt. Es gab da viel mehr Raum und Licht. Das grosse Wohnzimmer liess uns freier atmen, die schöne Küche, gerade angegliedert und nur durch einen Vorhang abgetrennt, gab uns beim Essen die Möglichkeit fern zu sehen.
Wir waren noch kaum eingerichtet, als mein Mann ein Geschäftsessen hatte. Ich verbrachte den Abend allein, genoss das Alleinsein, ruhte mich aus, badete lange und richtete dann zuerst das Schlafzimmer besser ein.
Der grosse Spiegel stand an die Wand gelehnt da, und ich sah darin eine junge, hübsche Frau nach dem Bad nackt auf dem grossen Bett liegen. Ich drehte, dehnte, wendete mich, rollte mich wie eine Katze ein und kroch spielerisch unter die Bettdecke.
Von dort robbte ich, im Dunkeln, bis zum Fussende und wieder zurück. Das gab mir ein Gefühl von Geborgenheit, Wohlbefinden, Höhlenbewusstsein.
Ich schnupperte wie ein Kätzchen, leckte meine Arme, mochte den Geruch auf der Haut, ein Gemisch von mir und dem Badezusatz, der meine Haut ganz weich gemacht hatte. Dann sass ich auf dem Bett und betrachtete mich im Spiegel, öffnete die Beine, bewunderte meine roten Schamlippen, die, leicht geöffnet, aussahen wie Rosenblätter. Die schwarzen Haare gestutzt und die Schamlippen ganz rasiert. Sie waren etwas gewachsen, was mir ein schönes Gefühl gab, wenn ich mit den Fingern darüberstrich.
Es würde auch einen Schwanz ganz leicht kitzeln beim Eindringen. In meinen Gedanken sah ich schon sehr deutlich den schönen Schwanz von Sven, meinem Mann. Er drang sanft hinein, tiefer, immer tiefer, wieder hinaus... Meine Finger wurden zu seinem Glied, zuerst einer, dann zwei, dann drei... Ich sah mir im Spiegel zu und fing an zu schnurren wie eine Katze. Katzen waren meine Lieblingstiere. Ich wollte so bald als möglich eine anschaffen, doch Sven war bis jetzt immer dagegen gewesen. Er will lieber einen Hund, mit dem er spazieren gehen kann, laufen. Er will einen grossen, ich nur einen ganz kleinen, schnusigen, einen Rauhaardackel zum Beispiel.
Sven ist ein grosser, braunhaariger Mann, der gerne Sport treibt, was seinem durchtrainierten Körper anzusehen ist. Ich mag es eher ruhig und bequem, esse gerne gut, koche auch gerne und liebe Genüsse jeder Art.
"Deine Phantasie ist grenzenlos", sagt Sven immer, wenn ich ihm meine, auch sexuellen, Wünsche beschreibe. Leider konnte er noch nicht alle davon erfüllen. Ich liebe Sven und möchte ihn nicht verlieren, aber ich habe immer auch andere Männer angeschaut, mir vorgestellt, wie es wäre, wenn mich ein anderer Mann besucht, wenn ich allein zu Hause bin, so wie jetzt zum Beispiel...
Das Telefon klingelt. Wer kann das sein, es ist fast halb elf Uhr abends? Ich gehe nackt ins Wohnzimmer, mache dort kein Licht, setzte mich auf den flauschigen Teppich und hebe den Hörer ab. Ein fremder Mann meldet sich. Er ist falsch verbunden. Ich sage ihm das und hänge gleich wieder auf. Zwei Minuten später klingelt es wieder. Dieselbe Stimme. Ob ich auch wirklich nicht die Susi sei, mit der er einmal im Turnen war vor einem Jahr, die blonde mit den kurzen Haaren. Sie hätte ihm so gut gefallen und sei dann einfach nicht mehr gekommen. Wie ich denn aussähe, ich solle mich doch beschreiben, das wäre nett. Und was ich so tue, ob ich allein sein und warum, ob ich mich einsam fühlen würde, wie er... Ob ich gross sei, klein, mittel, welche Haarfarbe, Frisur... und bald einmal will er wissen, was ich am liebsten trage, wenn ich so allein zu Hause bin...
Lauter Fragen, die mich am Hörer halten, obwohl ich mich nicht einsam fühle. Etwas kribbelte in meinem Bauch. Ich kenne ihn nicht, hörte nur seine Stimme und seine vielen Fragen. Sie dringen in mich ein, öffneten etwas in mir, so dass ich, nackt wie ich auf dem Teppich sitze, anfange, ihm zu antworten.
Meine Stimme wird weich, meine Hand streichelt über meinen Bauch, meine Schamhaare... Ich erzähle ihm, wie ich aussehe, wie alt ich bin, welche Augenfarbe ich habe, was ich am liebsten trage, dass ich mich nicht einsam fühle und seit einem Jahr verheiratet bin mit einem Mann, der oft weg ist wegen seinem Sport...
Er tut das gleiche von sich. Ich sehe einen dunkelhaarigen jungen Mann, behaarte Brust, sagt er, ziemlich gross, leider zur Zeit allein, fühle sich einsam... Ob ich ihm nicht helfen könne. Wie? Ich solle einfach weiter mit ihm reden, wenn ich Zeit habe. Ich habe Zeit. Wir reden. Wärme entsteht, eine Verbindung. Wir reden über unsere Gefühle. Er erzählt von seiner Ex, die ihn vor zwei Monaten verlassen habe wegen eines anderen... Er tut mir leid. Versuche, ihn aufzumuntern, er lässt es zu, die Verbindung wird stärker... Er fragt, was ich gerade gemacht hätte, als er angerufen. Ich erzähle es ihm, erst zögernd, dann freier... Dass ich gebadet, auf dem Bett gelegen, mich betrachtet hätte... vor dem Spiegel... Er will wissen, ob ich nackt gewesen bin, und jetzt, immer noch?
Ich sage ja, immer noch, und gerne, auf dem flauschigen Teppich. Ob ich oft Sex hätte mit meinem Mann. Auch ja, was wirklich stimmt. Er meint, das sei schön, für mich, für ihn weniger, denn davon hätte er ja nichts. Ich lache. Natürlich hat er nichts davon, er ist ja nicht mein Mann. Ob das eine Rolle spiele um Sex zu machen, dass es mein Mann sein müsse.
"Oh ja", sage ich, "sicher..." Dann: "Ich denke schon..." Er meint, es klinge nicht überzeugt, ich solle eine Minute darüber nachdenken. Er schweigt, ich denke nach. Es ist nicht einfach. Die Situation ist neu für mich. Meine Finger spielen mit meiner Muschi, streichen zart über den Kitzler, den Hörer in der linken, mein Mund wird feucht... Ich höre seinen Atem in der Leitung... "Und?" "Ich weiss nicht..." "Was machst du?" Ich fühle wie ein kleiner Schmetterling über meinen Bauch flattert. "Ich streichle meine Muschi..." Er schweigt. Atmet tief. Dann: "Magst du das?" "Ja, ich mag das." "Tust du es oft? wie oft?" Ich denke nach. "Ein bis zweimal am Tag, morgens vor dem Aufstehen, abends wenn mein Mann schläft und manchmal in der Nacht, wenn ich nicht schlafen kann."
Er will wissen, an was ich dabei denke, und ob ich es jetzt machen möchte. Ein grosser Schmetterling flattert über meinen Bauch. Meine Finger kreisen... "Ja, ich möchte es". Er will wissen, wie meine Muschi aussieht. Ich beschreibe sie ihm. Streichle mich. Wie meine Brüste aussähen, ich solle sie auch massieren. Jetzt wird es schwierig. In einer Hand den Hörer, mit der andern zwischen meinen Beinen beschäftigt... Wie soll ich da noch meine Brüste massieren? Ich sage ihm das. "OK, sagt er. Ich übernehme das". Er sagt mir, dass er zu mir kommt, sich vor mir auszieht und sich nackt zu mir im Halbdunkel auf den Teppich legt. Meine Brustwarzen werden hart. Sein Atem wird schwerer, seine Stimme rauher. Er sagt, er hätte eben seinen Schwanz befreit, ob ich ihn massieren wolle. Er beschreibt ihn... ich kann ihn sehen. Meine Phantasie ist so stark wie immer... Ob ich ihn in den Mund nehmen würde, und ob ich das bei meinem Mann schon gemacht hätte... Ja. Also. Ich nehme ihn in den Mund und fange an, ihn zu lecken... Meine Hand wird schneller, meine Finger kreisen, dringen ein, teilen die roten Lippen. Wir atmen zusammen, tun es zusammen. "Ich bin feucht, bereit, nass, geil. "Soll ich zu dir kommen?" "Ja!" "Jetzt?" - "Jaaa!
Steck ihn in mich!" "Ich tu es, ich tu es," stöhnt er. Sein Atem wird schneller, meiner. Unser Hände arbeiten zusammen, verbunden durchs Telefon. Wir kommen zusammen. "Ich spritze!!!" stöhnt er. Und ich komme. Eine ganze Schar Schmetterlinge flattert über meinen Bauch bis hinauf ins Herz, ins Hirn... Etwas explodiert in meinem Kopf. Heller als tausend Sonnen für kurze Zeit. Dann schon vorbei. Ich liege entspannt auf dem Teppich, den Hörer immer noch in der Hand. Stille, Atemgeräusche. "Wir sollten uns kennenlernen," sagt er leise. "Ja, vielleicht", sage ich.
Geschrieben von Romy
