Andererseits war ich nicht so gestrickt, mit
meinem ersten Mann gleich nach ein paar Tagen ins Bett zu gehen. Ein unrühmliches
Beispiel hatte ich zu Hause täglich vor Augen. Meine ältere Schwester hatte sich auch von
einem Tag auf den anderen in einen Monteur so verliebt, dass es alles mit ihr machen
konnte. Ich kann mich noch gut darauf besinnen, wie sie in schillerndsten Farben ihren Sex
mit diesem Kerl ausgemalt hatte. Eigentlich war ich noch viel zu jung dafür, dass sie mir
damals all die Details von ihren oralen Genüssen anvertrauen durfte. Welche Stellungen er
mit ihr durchgenommen hatte, erfuhr ich so plastisch, dass es direkt in mein Hirn
eingebrannt wurde. Neun Monate später saß sie mit ihrem Baby da und hatte keinen Vater
dazu. Der gut aussehende Monteur war inzwischen in China auf Montage und wollte
offensichtlich nichts mehr von ihr wissen.
Drei Wochen hatte mich Kai belagert, dann war ich weichgeklopft. An dem Abend, als er
mein Nachgeben wohl merkte, machten wir mit dem Motorrad eine Spritztour.
Merkwürdigerweise ging in einem kleinen Bergdorf seine Maschine kaputt. Was für ein
Pech! Es war schon nach neun. Fast sechzig Kilometer waren wir von daheim entfernt und
kein Bus ging mehr. Es musste purer Zufall sein, dass es in dem Dorf ein Gasthaus mit
Übernachtungsmöglichkeiten gab. Ich hatte da so meine Zweifel, aber ich war ja eigentlich
bereit, mich von ihm erobern zu lassen.